Moving Mountains

Flyer zur Ausstellung "Moving Mountains"
Flyer zur Ausstellung “Moving Mountains”

Fotografien von Ulrike Mayrhuber

3.5-14.6.2019

DI-DO 15-19

VERNISSAGE: 3. Mai 2019, 19:00

ARTIST-TALK: 14. Juni 2019, 19:00

Was passiert wenn eine Stadt siedelt? Die weltweit größte Eisenmine zwingt ihre Heimatstadt Kiruna in Nordschweden ihren Standort zu wechseln. Die fotografische Arbeit projiziert das heutige Kiruna an seinen neuen Platz, der 2016 zum Zeitpunkt der Aufnahmen noch eine einzige Brachfläche ist. Lediglich das Rathaus ist schon im Bau. Der Umzug soll bis 2033 erfolgt sein.

Zur Ausstellung

Ulrike Mayrhuber: Aus "Moving Mountains" © Ulrike Mayrhuber
© Ulrike Mayrhuber

Die Bergbaustadt Kiruna ist Schwedens nördlichste und gleichzeitig jüngste Stadt. Sie zählt heute ca. 18.000 Einwohner und liegt etwa 150 km nördlich des Polarkreises ­zwischen den Erzbergen Kiirunavaara und Luossavaara in Lappland.

Bis 2040 soll das heutige Zentrum Kirunas umgesiedelt werden. Das neue Zentrum steht bereits in Bau und liegt ca. 3 km östlich des aktuellen Stadtkerns. Da der in Abbau befind­liche Erzkern Schwedens größter Eisenmiene schräg unter Kiruna ragt, weitet sich die Deformationszone bei tieferen Grabungen auf große Teile der Stadt aus und Teile davon drohen abzurutschen. Bereits zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurden erste Risse im Stadtzentrum bemerkt.

Ulrike Mayrhuber: Aus "Moving Mountains" © Ulrike Mayrhuber
© Ulrike Mayrhuber

Moving Mountains befasst sich mit dem Phänomen der siedelnden Stadt. Im Juli 2016, als diese Bilder aufgenommen wurden, war Kirunas neues Zentrum eine einzige Brachfläche. Lediglich das neue Rathaus war in Bau. Das Interesse, wie Bevölkerung und ­Städteplaner mit so einem Umzug umgehen werden und die Vorstellung wie die Stadt am neuen Standort aussehen wird, waren Ausgangspunkt für die fotografische Gegenüberstellung der bestehenden Stadt mit ihrem neuen, zum Zeitpunkt der Aufnahmen noch leeren Standort. Was bleibt von der bestehenden Stadt erhalten? Was wird in Vergessenheit geraten? Wie wird entschieden, welche Bewohner wo ihre neue Wohnung, oder ihr neues Haus erhalten und was passiert nach dem Umzug? Wird das neue Kiruna dieselben Geschichten erzählen können, welche das heutige Kiruna erzählt? Wird die alte Stadt Kiruna abgebrochen werden?

Ulrike Mayrhuber: Aus "Moving Mountains" © Ulrike Mayrhuber
© Ulrike Mayrhuber

Die monochromen Bilder in dieser Ausstellung zeigen die Architektur der bestehenden Stadt, welche durch farbige Szenen der Stadtbaustelle überlagert oder mit diesen gegenübergestellt werden, um so einen räumlichen Bezug zwischen den beiden Orten herzustellen.

Das Eisenvorkommen in Kiruna ist aufgrund seiner Reinheit besonders wertvoll, täglich wird so viel Eisen gefördert wie für den Bau von acht Eiffeltürmen notwendig wäre. Aktuell wird in ca. 1.300 m Tiefe (unter der Spitze des Berges Kiirunavaara) abgebaut. Im Winter bleibt die Sonne in Kiruna für 19 Tage komplett unsichtbar, während sie dafür im Sommer für einige Tage nie untergeht.

Mehr als 20 Gebäude sollen in Kiruna ihren Standort wechseln und ein großer Teil der Bevölkerung ihre Wohnungen und Häuser. Was macht eine Stadt aus und wie entsteht die Identifikation der Bewohner mit der neuen Stadt?

Ulrike Mayrhuber

Über Ulrike Mayrhuber

Ulrike Mayrhuber ist Grafik-Designerin und Fotografin in Wien. Während ihres Informationsdesign-Studiums an der FH Joanneum in Graz absolvierte sie 2012 auch die Meisterprüfung für Fotografie in Innsbruck. 2014 begann sie Kunstgeschichte zu studieren. Seit 2010 ist sie mit Ausstellungen vorwiegend in Graz vertreten. 2015 publizierte sie ihre überarbeitete Abschlussarbeit mit dem Titel „Die Faszination des analogen Bildes“. Im künstlerischen Kontext arbeitet sie vorwiegend mit analogen Materialien und rückt den fotografischen Prozess in den Mittelpunkt ihres Schaffens.

Website: https://www.ulrikemayrhuber.com

Materialien zur Verschiebung von Kiruna

How Sweden’s arctic ‘millipede town’ Kiruna is slowly moving – CNN Style

Moving an Arctic city offers the chance for reinvention (Quelle: Sweden’s official gateway on Vimeo)

Wir bauen eine Stadt

Einladung zur Ausstellung "Wir bauen eine Stadt"
Einladung zu “Wir bauen eine Stadt”

"Wir bauen eine Stadt" ist ein audio-visuelles Text-Projekt von Kinga Tóth.

Vernissage/Performance: Mittwoch 20. März 2019 / 19.00 Uhr

Tag der offenen Tür mit Kinga Toth: 28. März 2019, 16:00-19:00 Uhr

Bis 28. April 2019

Di-Fr 14:00-18:00 Uhr

Eine Veranstaltung der Kulturvermittlung Steiermark in Kooperation mit der off_gallery graz.

Kinga Tóth hat 3 Monate auf der Platform 12 des Forschungscampus der Bosch GmbH in Renningen bei Stuttgart verbracht. Die Beschäftigung mit der deutschen Sprache als Fremdsprache und mit der Maschinensprache der Zukunft und der Drohnen resultierte in einem 3D-Projekt, einer audiovisuell-sprachlichen Komposition von Konturen, Maschinengeräuschen, Mangel- und Codesprache.

Zu Kinga Tóth

Kinga Tóth ist von September 2018 bis August 2019 Grazer Stadtschreiberin im Internationalen Haus der Autorinnen und Autoren Graz.

Website: TK

Wikipedia-Artikel: Kinga Tóth