The Promise of the City

Fotografien von Martin Grabner

13.9.–15.10.2019

Mo–Fr 11–13 14–17 Uhr

Freiheit, wirtschaftlicher Aufstieg, kulturelle Vielfalt. Städte versprachen ihren BürgerInnen immer schon ein besseres Leben, einen Lebensstil, die Möglichkeit zur Selbstverwirklichung. Was aber, wenn Städte nicht mehr für die Menschen gebaut sind die in ihnen leben? Wenn Stadt nur mehr Macht und Profit, Investment und Spekulation bedeutet? Die ständig zunehmende Neoliberalisierung von Stadt – Privatisierung, Kommerzialisierung und Segregation von städtischen Lebensräumen – hinterlässt Spuren in der Stadtlandschaft. Spuren leerer und gebrochener Versprechen. Die langfristig angelegte fotografische Arbeit begibt sich auf die Suche nach diesen Spuren und Räumen neoliberaler Stadtentwicklung, aber auch den Nischen, die sich in ihnen auftun können.

Martin Grabner hat in Graz und Wien Architektur studiert und ist Absolvent des Kollegs für Fine-Art Photography and MultimediaArt an der Ortweinschule Graz. Im Spannungsfeld von Kunst und Forschung beschäftigt er sich mit Stadt, Architektur und Gesellschaft. Seine fotografischen und cinematografischen Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen gezeigt und u. a. mit dem Fotoförderungspreis der Stadt Graz ausgezeichnet. In ihrem Fokus liegen die Erforschung, Diskussion und Interpretation der Beziehung zwischen Mensch und Raum, insbesondere die räumliche Manifestation gesellschaftlicher Bedeutungen und von Veränderungen in der Produktion, Nutzung und Rezeption von Alltagsräumen. Aktuell beschäftigen ihn der urbane Raum als neoliberaler Bildraum und die Privatisierung und Kommerzialisierung des öffentlichen Raums: Inklusion, Exklusion und Segregation, sichtbare und unsichtbare Grenzen und die (Wieder-)Aneignung von Raum durch urbane Praxis.